Assemblagen
"Buchobjekte" und "Objekte im Kasten"
Messe-Tableau
In Günther Sommers Arbeiten wird dominant eine starke Beziehung zu
Theater, Literatur und Musik sichtbar: Sommers Bild-Inszenierungen (Döhl)
schaffen imaginäre Räume in Bildern, aber auch in dreidimensionalen
Buchobjekten und in Partituren, in denen häufig Portraits von Musikern
zentrale Bildmotive sind.
Diese Partituren und Objekte orientieren sich an den
rhythmisch-dynamischen Aspekten der Musik dieser Protagonisten, außerdem
interpretiert und glossiert Sommers Bildsprache die Sinngehalte von
Liedertexten und transferiert deren Inhalte in eine andere künstlerische
Realität: Metamorphosen finden statt, ständiger Wandel – auch der Deutung –
ist möglich.
Dylan in NY
In Sommers Arbeiten zu Bob Dylan und zu dem Projekt "It`s alright Ma, I`m only bleeding" bilden bekannte Songs Dylans die Grundlage für die verarbeiteten Bildszenerien: Ich-bezogene Interpretationen von Songs, das Dylan-Projekt bietet einen breiten Querschnitt der Dylan-Songs in subjektiver Bildsprache. Die Nicht-Heile-Welt Dylans, seine Endzeit–Szenarien und das latente Grauen im scheinbar Harmlosen interessierte hierbei natürlich besonders. Aber auch die skurrilen Absurditäten eines detailverliebten Dylan interessierten, die ebenso detailverliebte Interpretationen ermöglichen, z.B. des Songs „leopardskin pillbox hat“, ein Beispiel für die akzentuierte Darstellung des Alltäglichen, die geradezu mythologische magische Bedeutung bekommen kann und die wie bei Dylan eigentlich durchgehendes Arbeitsschema ist.
Dylan in NY 40x60cm 2018
Terracottakopf, diverse Materialien und Zeichnungen auf Karton in Holzkasten
slicer
"slicer" Buchobjekt (Zeichnung, diverse Materialien und readymade auf Buchuntergrund) 21x28cm 2016
der verarbeitete Eierschneider (eggslicer) mit den Sprachzitaten aus Zeitungsschnipseln bezieht sich etwas ironisch auf den Grundgedanken, Sprache als schneidendes analytisches Werkzeug der Realitätserkenntnis zu begreifen. An Orten, an denen mit Eierschneidern bearbeitete normierte Eier zum Einsatz kommen, ist aber auch die Sprache möglicherweise nur in normierter Form geniessbar...
Buchobjekt 2
"Celebrities" 21x28cm Buchobjekt (Terrrakottatorso, Terrakottakopf und Zeichnungen auf Buch) 2019
In Günther Sommers Arbeiten wird dominant eine starke Beziehung zu
Theater, Literatur und Musik sichtbar: Sommers Bild-Inszenierungen (Döhl)
schaffen imaginäre Räume in Bildern, aber auch in dreidimensionalen
Buchobjekten und in Partituren, in denen häufig Portraits von Musikern
zentrale Bildmotive sind. Diese Partituren und Objekte orientieren sich an den
rhythmisch-dynamischen Aspekten der Musik dieser Protagonisten, außerdem
interpretiert und glossiert Sommers Bildsprache die Sinngehalte von
Liedertexten und transferiert deren Inhalte in eine andere künstlerische
Realität: Metamorphosen finden statt, ständiger Wandel – auch der Deutung –
ist möglich.
Objekte im Kasten
Ego-In-The-Box
Zeichnungen und diverse Materialien und ready-mades auf Karton im Holzkasten 50x52cm 2019
Hintergrund:
Das Projekt "Ego-In-The-Box" wirft die Fragen auf: Welche Objekte sind für ein Individuum repräsentativ, wie spektakulär können dürfen müssen diese Objekte sein um eine optimale Ausleuchtung des Ego zu bekommen bzw. diese zu gewährleisten.
Der Blick in die Vergangenheit auf der Suche nach selbstdefinierenden Objekten lässt das Ich zum Retro-Ich werden, sich an Vergangenes klammernd, im Bewusstsein eines Sammlers: Ich habe tolle Sachen, also bin ich! Extravaganz als Grundlage für Selbstbespiegelung?
Die Frage müsste aber eigentlich sein, welche Objekte repräsentieren mich als soziales gesellschaftliches oder politisches Ich, in Vergangenheit und Gegenwart, oder vielleicht auch in der Zukunft?
Messe Buchobjekte
In Günther Sommers Arbeiten wird dominant eine starke Beziehung zu
Theater, Literatur und Musik sichtbar: Sommers Bild-Inszenierungen (Döhl)
schaffen imaginäre Räume in Bildern, aber auch in dreidimensionalen
Buchobjekten und in Partituren, in denen häufig Portraits von Musikern
zentrale Bildmotive sind. Diese Partituren und Objekte orientieren sich an den
rhythmisch-dynamischen Aspekten der Musik dieser Protagonisten, außerdem
interpretiert und glossiert Sommers Bildsprache die Sinngehalte von
Liedertexten und transferiert deren Inhalte in eine andere künstlerische
Realität: Metamorphosen finden statt, ständiger Wandel – auch der Deutung –
ist möglich.
Auf der Arte Wiesbaden ergaben sich durch die Besucher und Benutzer ständig wechselnde Anordnungen der präsentierten Objekte